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Straßenumbennenungs Aktion in Bremen, Hude und Delmenhorst!

Pressemitteilung des Bündnis „NS-Verherrlichung stoppen!“

Am Sonntag 29.07.2012 fanden in Bremen sowie in Hude und Delmenhorst Straßenumbenennungen statt. Umbenannt wurden jeweils die örtlichen Agnes-Miegel-Straßen. Die auch als Heimatdichterin bekannte Agnes Miegel kann als begeisterte Nationalsozialistin bezeichnet werden. In Bad Nenndorf, in dem Agnes Miegel ihren Lebensabend verbrachte, wird seit Jahrzehnten positiv auf Miegel Bezug genommen. Gleichzeitig positioniert sich die große Mehrzahl der Bad Nenndorfer*innen gegen Naziaufmarsch- dies begrüßen wir als Bündnis „NS-Verherrlichung stoppen“ natürlich, wollen aber darüber hinaus mit der heutigen Aktion nochmal darauf aufmerksam machen, dass es ebenso wichtig ist, sich auch mit dem Geschichtsrevisionismus der „Mitte der Gesellschaft“ auseinanderzusetzen.

Eine Sprecherin des Bündnis „NS-Verherrlichung stoppen!“ sagte dazu: „ Mit der heutigen Straßenumbenennung wollen wir ein Zeichen gegen Geschichtsrevisionismus setzen und die Diskussion um diesen Missstand vorantreiben. Denn uns einerseits den Nazis auf die Straße entgegenzustellen, gleichzeitig die bis heute stattfindende unkritische Darstellung von Mittäter_innen des NS unkommentiert stehen zu lassen, erscheint uns nicht sonderlich konsequent.“

Mit freundlichen Grüßen
Bündnis „NS-Verherrlichung stoppen!“

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Stellungnahme vom Bündnis „NS-Verherrlichung stoppen!“ zum Artikel ‚Bruch bei „Trauermarsch“-Gegnern‘ vom 28.6.2012 http://www.sn-online.de/Schaumburg/Nenndorf/Bad-Nenndorf/Bruch-bei-Trauermarsch-Gegnern .

Die im Artikel geschilderten Umstände sind in Teilen falsch. Bei dem letzten Treffen von „Bad nenndorf ist bunt“ (BNib) war eine Vertreterin unseres Bündnisses nicht, um den aktuellen Stand der Blockade-Vorhaben vorzustellen. Die Intention des Erscheinens bei diesem Treffen war es, sich der Kritik der Mitglieder von BNib an unserem Aufruf zu stellen. Die Blockade-Vorhaben sind und bleiben eine Planung der Initiative „Kein Naziaufmarsch in BadNenndorf!“ und nicht des Bündnisses „NS-Verherrlichung stoppen!“. Trotzdem distanzieren wir uns nicht von diesem Vorhaben, sondern betonen lediglich die Unterschiedlichkeit unserer beiden Zusammenschlüsse. Wir begrüßen jede Art von Protest gegen den jährlich stattfindenden „Marsch der Ehre“ in Bad Nenndorf und sehen die Arbeit der Initiative „Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf!“ als begrüßenswerte Erweiterung der Aktionsmöglichkeiten am 4. August diesen Jahres! Beide, die Initiative sowie das Bündnis, verhalten sich solidarisch miteinander. Unser Bündnis ist, hingegen der Darstellungen in dem Artikel, verantwortlich für die Anmeldung einer zweiten Demonstration in BadNenndorf. Das Vorhaben, eine zweite Demonstration anzumelden, sollte allerdings den Mitgliedern von BNib nicht neu sein, da dieses ihnen bereits Anfang des Jahres mitgeteilt wurde und auf regen Zuspruch traf. Ziel ist es dabei nicht der von Steffen Holz angemeldeten Demonstration die Route streitig zu machen, sondern eigene Inhalte zu formulieren und die Bewegungsfreiheit für alle Gegendemonstrant*innen am 4.8. zu erweitern. An dieser Stelle möchten wir betonen, dass die Formulierung im Aufruf unseres Bündnisses „Bad Nenndorf eskalieren lassen“ im politischen Sinne gemeint ist! Wir wollen die politischen Zustände in Bad Nenndorf auf die Spitze treiben und gemeinsam mit allen anderen Akteuren an diesem Tag den Naziaufmarsch unmöglich machen. Die Behauptung, die von uns gewählte Aktionsform sei durch denVerfassungsschutz unterlaufen oder wir würden sogar mit diesem zusammenarbeiten, empfinden wir nicht nur als Beleidigung, sondern sollte selbsterklärend vollkommen absurd sein!

Presseteam des Bündnisses „NS-Verherrlichung stoppen!“, Juli 2012